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Außentreppe planen

Außentreppe planen – nützliche Informationen

Eine Außentreppe kann vielerlei Funktionen erfüllen, ob am Hauseingang, als Fluchtweg oder Verbindung zwischen z. B. zweier Balkone. Außentreppen sind nicht nur nützlich, sondern können auch einen gewissen Style-Charakter ausweisen, wenn diese passend ausgewählt werden. Eine vorherige präzise Planung ist unumgänglich.

Inhaltsverzeichnis

Individuelle Planung der Außentreppe

Da jede Tür und jeder Treppenbereich anders ist, muss die Treppenplanung ganz individuell erfolgen. Zunächst einmal, muss eruiert werden, welche Außentreppe überhaupt infrage kommt. Dies richtet sich zum einen nach den äußerlichen Hausbedingungen und Untergründen und zum anderen nach den Bedürfnissen der Nutzer und Bewohner.

Welche Treppe passt zu welchem Bereich?

Spindeltreppe Gerade Treppe
Als Fluchtwegtreppe
Äußere Verbindung mehrerer Etagen z. B. Balkone
Platzsparender Abgang von Balkon in den Garten
Als Hinführung zur Haustür
Abgang von Terrasse in den Garten
Äußere SpindeltreppeÄußere Spindeltreppe

Grundsätzlich werden Spindel- und Wendeltreppen dort eingesetzt, wo wenig Platz vorhanden ist. Die platzsparende Variante ist gegenüber der geraden Treppe allerdings weniger komfortabel begehbar. Außerdem ist die Breite oftmals aufgrund des platzsparenden Charakters geringer, als bei geraden Treppen. Somit hat z. B. der Transport großer Gegenstände über diese Außentreppe, wie z. B. sperrige Möbel seine Grenzen. Mit steilen Längs-Treppen kann zwar Platz gespart werden, aber gerade im Außenbereich sollten diese nicht eingesetzt werden. Solche sind optisch zu mächtig und nur für Bereiche geeignet, die sehr großzügig gestaltet sind.

Das Maß der Außentreppe richtig berechnen

Die angegebenen Tipps und Formeln gelten für durchschnittlich große erwachsene Menschen. Die Berechnung erfolgt jeweils nach der angegebenen Formel. Sehr wichtig ist ein exaktes Ausmessen der Steigungs- und Geschosshöhe.

Gerade Treppen

Stufenanzahl der Treppe

Die Anzahl der Stufen errechnet sich aus Geschosshöhe geteilt durch die einzelne Stufenhöhe. Wählen Sie eine komfortable Höhe zwischen 16 und 18 cm.

Steigungshöhe der Außentreppe

Wenn die Geschosshöhe nicht allzu groß ist, und genug Platz für Ein- und Austritt vorhanden ist, können Sie eine bequeme Trittstufenhöhe zwischen 16 und 18 cm wählen. Für wenig Platz kann die Höhe der einzelnen Trittstufe vergrößert werden, allerdings wird dadurch die Treppe insgesamt steiler und weniger bequem begehbar. Geschosshöhe geteilt durch die Stufenanzahl ergibt die Steigungshöhe.

Treppenlänge

Die Gesamtlänge der Treppe errechnet sich aus der Auftrittsbreite multipliziert mit der Stufenanzahl.

Stufentiefe der Treppe

Als Stufentiefe oder Auftrittsbreite bezeichnet man die begehbare Länge der Stufe. Ein bequemer Wert liegt hier zwischen 27 und 31 cm. Um die Auftrittsbreite zu berechnen, benötigt man das durchschnittliche Schrittmaß. Dies liegt bei 61-65 cm. Die Berechnungsformel lautet: Auftrittsbreite = Schrittmaß abzüglich doppelte Steigungshöhe.

Treppensteigung

Dividiert man die Geschosshöhe durch die geplante Treppenlänge, so entsteht ein Wert, der die Steigung verrät. Ist dieser höher als 1, so sollte man umplanen, denn die Treppe wäre dann im Ergebnis zu steil. Liegt der Wert zwischen 0,50 und 0,95, kann der Treppenbau realisiert werden. Andernfalls empfiehlt es sich, auf eine Wendel- oder Spindeltreppe auszuweichen.

Ausmessen der Geschosshöhe bei Spindeltreppen

NotfalltreppeNotfall- oder Fluchttreppe

Eine Wendel- oder Spindeltreppe ist eine platzsparende Version, die aufgrund ihrer Wendungen besonders gut dann geeignet ist, wenn die zu verbindenden Geschosse weit voneinander entfernt sind. Beispiel: Möchte man außen zwei Balkone am Haus miteinander verbinden, so eignet sich selten eine gerade Treppe. Vielmehr werden Spindeltreppen eingesetzt, die an der Hauswand montiert werden. Diese Treppen werden oftmals aus Bausatz verkauft. Sehr wichtig ist hier das exakte Ausmessen der Geschosshöhe. Da die Bausätze bereits über vorgefertigte Trittstufen verfügen, müssen diese nicht gesondert berechnet werden. Äußere Spindeltreppen oder auch Wendeltreppen werden häufig als Notfalltreppe für den Fluchtweg eingebaut (Siehe Foto).

Sicherheit und Komfort

Um Unfälle zu vermeiden, sollten Treppenstufen nicht zu klein geplant werden, ebenso ist es wichtig, auf den Laufkomfort durch ein sinnvolles Steigungsverhältnis zu achten. Die angegebenen Maße dienen zwar nur der Orientierung, allerdings sollten diese eingehalten werden, um schlussendlich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Weiterhin sollte die Auftrittfläche rutschfest sein. Dies wird durch eine entsprechende Noppenstanzung der Stufenteile erreicht.

Materialwahl der Außentreppe

Es versteht sich von selbst, dass eine Außentreppe am Gebäude möglichst aus wetterbeständigen Materialien und nicht unbedingt aus Holz sein sollte. Bewährt haben sich bei Spindeltreppen feuerverzinkte Metalltreppen. Diese halten den Witterungseinflüssen stand und sind verrottungsfest.

Bei gerade Treppen werden zum Bau in der Regel Pflastersteine, Blockstufen und Hofeinfassungen z. B. aus Naturstein verwendet. Diese sind robust und langlebig. Außerdem ist damit eine individuellere Gestaltung möglich, als bei einem Bausatz. Unser Ratgeber „Natursteine: Das sollten Sie wissen!“ liefert Ihnen weitere Informationen zur Optik und Pflege.

Planung des Stils und der Farben der Außentreppe

Die Außentreppe soll natürlich auch zum Rest des Hauses passen. So harmoniert z. B. eine mächtige Betontreppe nicht zu einem filigranen Häuschen. Die Proportionen müssen stimmen und die Farben sollten in Abstimmung mit folgenden Haus- und Gartenelementen gewählt werden:

Besonderheiten planen

Sind Sie dabei ein eigenes Haus zu errichten, planen noch Nachwuchs, Sie sind Rollstuhlfahrer oder möchten für die Zukunft vorsorgen? Dann sollten Sie zusätzlich bei der Außentreppe eine befahrbare Rampe mit einplanen. Dies ermöglicht einen barrierefreien Zugang für Rollis, Kinderwägen und Senioren mit Rollator. Rampen können jedoch aufgrund der empfohlenen geringen Steigung sehr lang sein. Deswegen kommen sie in der Regel nur dann infrage, wenn genügend Platz vorhanden ist.
Treppe mit RampeTreppe mit Rampe

Behindertengerechte Rampen

Wirklich behindertengerechte Rampen dürfen nur eine Steigung von sechs Prozent aufweisen. Dies gilt aber nur dann wenn die Rampe explizit als behindertengerecht im Bauvorhaben geplant und ausgewiesen wird. Eine echte behindertengerechte Rampe sollte außerdem rechts und links über Kanten verfügen, welche als Radabweiser dienen. Für den Bau einer Rampe können sogar Zuschüsse von der Pflegekasse erreicht werden. Informieren Sie sich dort dazu vor dem Baustart der geplanten Treppe.

HINWEIS: Ist das Ganze z. B. als Kinderwagenrampe an einem privaten Eigenheim gedacht, so darf die Steigung der Rampe individuell ohne Vorgaben an die Treppe angepasst werden.

Genehmigung Außentreppe

Damit die geplante Außentreppe auch realisiert werden kann, benötigt man teilweise eine Baugenehmigung. Da Bauvorschriften in Deutschland nicht einheitlich geregelt sind, sondern dies Sache der Länder und Gemeinden ist, sollten Sie im Vorfeld gezielt nachfragen. Denken Sie bereits vor der Planung der Treppe daran, sich die nötigen Informationen zu beschaffen und ggf. die Anträge zu stellen. In der Regel sind Unterlagen nötig wie:

  • ✓ Lageplan auf dem Grundstück
  • ✓ Abstand zum Nachbarn
  • ✓ Maße der Treppe

TIPP: Wenn Ihre Treppe im Laufe der Jahre unansehnlich geworden ist, müssen Sie nicht immer gleich eine Neue planen. Treppenstufen verkleiden ist eine gute Alternative. Wie Sie außerdem Treppen renovieren können, erfahren Sie in unserem gleichnamigen Ratgeber.

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