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Fachbetrieb oder Eigenregie?

Erdaushub und Erde entsorgen – so geht's

Wer ein neues Grundstück erwirbt und bauen möchte, bei dem fällt früher oder später Erdaushub an. Sei es beim Setzen eines Fundaments für ein Haus, einer Unterkellerung oder beim Bau eines Pools im Garten, das anfallende Material muss versorgt werden. Bei der Entsorgung gilt es mehrere Dinge zu beachten. Ein wichtiger Punkt bildet hier die Möglichkeit das Material wiederzuverwerten.

Inhaltsverzeichnis

So ungewöhnlich es klingen mag, auch Erdaushub muss fachgerecht entsorgt werden. Für eine Entsorgung muss das Material aus dem Erdreich zudem einige Bedingungen erfüllen und wird in drei Klassen eingeteilt. Der Gesetzgeber schreibt insbesondere vor, dass Erdaushub nur Ton, Lehm, Sand, Mutterboden und Boden ohne Gras enthalten darf. Auf keinen Fall dürfen Bauabfälle wie Mörtel, Zement, Beton, Mauerwerk und Holz, aber auch keine Steine oder Wurzelwerk enthalten sein. Erdaushub, der mit Öl, Fetten, Säuren, Laugen oder anderen Chemikalien kontaminiert ist, gilt als Sondermüll und muss zu entsprechend hohen Kosten entsorgt werden.

Verschiedene Klassen von Erdaushub

Je nach Beschaffenheit, Qualität und der Belastung mit Schwermetallen wird Erdaushub in drei Klassen von Z0 bis Z2 unterteilt, die folgende Bedeutung haben:

Klasse Erklärung
Z0 hier wird Erdaushub erfasst, der uneingeschränkt wieder verwertet werden kann
Z1 bezeichnet Böden, deren Wiederverwertung eingeschränkt möglich ist
Z2 hierunter fallen Böden, deren Wiederverwertung nur unter starken Einschränkungen möglich ist

Die Klassifizierung der Böden erfolgt durch Fachbetriebe. Müssen mehr als 200 Kubikmeter Bodenaushub entsorgt werden, muss der Boden auf Kosten des Eigentümers hinsichtlich Schwermetallgehalt und andere belastende Inhaltsstoffe analysiert werden.

TIPP: Bevor man sich Gedanken über die Entsorgung von seinem Erdboden macht, sollte man sich überlegen, wie viel von dem Material man selbst noch gebrauchen kann.

Erdaushub

Entsorgung durch Fachbetriebe

Für die Entsorgung von Aushub stellen Fachbetriebe einen Containerdienst mit entsprechenden Containergrößen. Bei der Befüllung der Container muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine der weiter oben genannten Stoffe und Materialien im Bodenaushub enthalten sind, oder der Boden mit anderen Abfällen gemischt wird. Das Entsorgen von Erdaushub muss strikt getrennt von anderem Baustellenabfall erfolgen.

Entsorgung in Eigenregie

Neben dem Entsorgen über einen Containerdienst gibt es noch eine andere Möglichkeit seinen Bodenaushub zu entsorgen. Diese besteht darin einen Lkw und Fahrer zu mieten. Auf diesen kann der Erdaushub geschaufelt und anschließend abtransportiert werden. Firmen, die solche Dienste anbieten sind meistens Tiefbaufirmen.

Eine Alternative, die auch die Entsorgungskosten senkt, ist es den Mutterboden sorgfältig vom übrigen Erdaushub getrennt zu halten. Diesen kann man in vielen Fällen kostenlos z. B. bei kommunalen Betrieben und Gartenbauunternehmen abgegeben. Zudem gibt es vielerorts privat organisierte Börsen, an denen Entsorger von Mutterboden und Interessenten, zusammenkommen. Der Prozess erfolgt in vielen Fällen nicht nur kostenlos, sondern Abnehmer von Erdaushub sind auch bereit Geld für den Boden zu zahlen.