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Kellerabdichtung

Keller abdichten & Drainage verlegen: Das brauchen Sie an Material!

Eine Außenabdichtung der Kellerwände sowie eine Entwässerung über Drainagerohre schützen den Keller vor Feuchtigkeit und bewahren damit vor einer Kellersanierung. Voraussetzung ist der richtige Aufbau.

Drückendes Grundwasser, Sickerwasser und Bodenfeuchtigkeit – der Keller ist als erdberührter Bauteil vor vielen „Gefahren“ zu schützen. Dringt Wasser in das Mauerwerk ein, ist die Entstehung von Schimmel so gut wie sicher. Damit es erst gar nicht zu aufwändigen Sanierungsmaßnahmen kommt, sollte man den Keller richtig abdichten und das Wasser mithilfe einer Drainage ableiten.

Aufbau einer Kellerabdichtung mit Dränrohr


Keller abdichten und Drainage verlegen nach Plan
1
NoppenbahnNoppenbahn
2
Perimeterdämmung KelleraußenwandPerimeterdämmung Kelleraußenwand
3
Bitumendickbeschichtung
4
DichtschlämmeDichtschlämme
5
BitumenvoranstrichBitumenvoranstrich
6
Sauberkeitsschicht
7
Perimeterdämmung unter BodenplattePerimeterdämmung unter der Bodenplatte
8
PE-FoliePE-Folie
9
DrainageDrainage
10
Bodenplatte

Materialliste Nummerierung in Grafik
Noppenbahn 1
Dämmplatten aus Styrodur oder Styropor 2 und 7
Bitumendickbeschichtung 3
Dichtschlamm 4
Bitumenvoranstrich 5
Sauberkeitsschicht aus Magerbeton oder Kies 6
PE-Folie 8
Drainage 9

Welche Aufgaben haben Dickbeschichtung, Drainage und Co.?

  • Noppenfolie: Diese Abdichtungsbahn bringt man auf die Dämmung der Kellerwand an, dort trennt sie das Erdreich und die Grundmauer voneinander. Die Bahn leistet einen Grundmauerschutz, indem sie das Wasser per Drainagerohr ableitet.
  • Kellerdämmung: Für die Wärmedämmung der erdberührten Kellerbauteile kommen Dämmstoffe wie solche aus Styrodur oder Styropor zum Einsatz. Diese Platten sind so geschaffen, dass sie den extremen Bedingungen unter der Erde standhalten können. Eine Kellerdämmung macht besonders viel Sinn, wenn die Kellerräume als Wohnräume genutzt werden.
  • Bitumendickbeschichtung: Die Beschichtung wird zwischen Dämmung und Bitumenvoranstrich angebracht. Es handelt sich dabei um mehrlagig aufgebrachte Schichten aus kunststoffmodifizierten Bitumenemulsionen (KMB). Da die Beschichtung wasserunlöslich ist, eignet sie sich ideal als Kellerabdichtung.
  • Dichtschlämme: Der Dichtschlamm ist eine zusätzliche Abdichtung speziell für den Sockelbereich. Im ausgehärteten Zustand ist er wasserdicht und frostbeständig.
  • Bitumenvoranstrich: Eine Bitumengrundierung dient als Fundamentanstrich in Gebieten mit aggressivem Grundwasser sowie als Haftverbesserung. Der Bitumenschutzanstrich wird direkt auf den Beton bzw. das Mauerwerk aufgetragen.
  • PE-Folie: Eine Polyethylen-Folie verlegt man zwischen Bodenplatte und Wärmedämmung. Sie sorgt dafür, dass die Dämmung während des Einbetonierens keinen Schaden nimmt und nicht zu viel Feuchtigkeit nach unten gelangt.
  • Drainage: Über eine Dränung leitet man überschüssiges Wasser, das sich aufgrund von schweren oder schlecht durchlässigen Böden gebildet hat, dauerhaft von gefährdeten Bodenflächen ab. Neben der Entwässerung erzielt man damit auch eine bessere belüftete Bodenstruktur. Das Regenwasser wird in die öffentliche Kanalisation, in Versickerungsgruben oder in eine Kiesgrube abgeleitet.

Die Lastfälle: Das richtige Abdichtungssystem bei jeder Wasserbeanspruchung

Die Auswahl der geeigneten Außenabdichtung ist vom Lastfall, also von der Beanspruchung durch Wasser abhängig. Die DIN 18195 unterscheidet verschiedene Arten von Lastfällen.

Bodenfeuchte an Bodenplatten und Wänden DIN 18195-4Bodenfeuchte an Bodenplatten und Wänden DIN 18195-4
Hierbei handelt es sich um den geringsten Lastfall. Dieser Fall tritt ein, wenn der Boden und das Verfüllmaterial wie Sickerkies oder Sand sehr durchlässig sind. Genau genommen muss ein Durchlässigkeitswert (K) von mindestens K>10-4 m/s erreicht werden. Das bedeutet, dass das Sickerwasser mit einer Schnelligkeit von mindestens 0,1 mm pro Sekunde durch das Erdreich versickern muss.

Nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden DIN 18195-4Nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden DIN 18195-4
Das Sickerwasser staut sich weder auf noch drückt es an die Kellerbauteile. Allerdings weist der Boden bei diesem Lastfall eine geringe Durchlässigkeit auf (k≤10-4 m/s). Daher muss ein Drainagerohr im Bodenplatten- und Kellerwand-Bereich nach DIN 4095 zwingend eingebaut werden, um Feuchteschäden an der Bausubstanz zu verhindern. Auch Noppenbahnen sollten in diesem Fall Anwendung finden.

Nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen DIN 18195-5Nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen DIN 18195-5
Hierbei unterscheidet man zwischen mäßig und hoch beanspruchten Abdichtungen. Eine mäßige Beanspruchung kommt bei horizontalen und geneigten Flächen wie Balkonen (Außenbereich) und das Badezimmer (Innenbereich) vor. Das Wasser übt dabei keinen hydrostatischen Druck auf die Abdichtung aus. Von einer hohen Beanspruchung ist bei intensiv begrünten Flächen oder öffentlichen Duschen die Rede.

Aufstauendes Sickerwasser DIN 18195-6Aufstauendes Sickerwasser DIN 18195-6
Ein bindiger Boden verhindert, dass Sickerwasser nicht schnell genug zum Grundwasser absickern kann. Die Folge: Das Regenwasser staut sich von unten nach oben auf. Hierbei muss die maximale Gründungstiefe bei 3 Metern unter der Geländeoberkante (GOK) liegen. Der Bemessungswasserzustand muss sich mindestens 300 mm unter der Unterkante der Bodenplatte aufhalten. Es ist keine Drainung vorhanden.

Von außen drückendes Wasser DIN 18195-6Von außen drückendes Wasser DIN 18195-6
Hier liegt der Bemessungswasserstand oberhalb der Unterkante der Bodenplatte. Für diesen Lastfall sollten kunststoffmodifizierte Bitumenabdichtungen für die Abdichtung verwendet werden. Es ist ein gesonderter Bauvertrag nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen notwendig.

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