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Experten-Interview mit Dieter Stahl

Keller trockenlegen

Feuchte Wände, ein muffiger Geruch und Schimmelbildung – feuchte Keller kommen in vielen Häusern vor. Dagegen sollte der Keller abgedichtet werden. Hierbei müssen Hausbesitzer zwischen vielen verschiedenen Methoden wählen.

Dieter StahlExperteninterview mit Dieter Stahl
Dieter Stahl ist seit über 20 Jahren Baubiologe und Sachverständiger für Gebäudefeuchte.

Auf seiner Website klärt er laienverständlich über Feuchtigkeitsprobleme am Haus auf und bietet fachliche Unterstützung in Form von Ursachenanalyse und Sanierungsberatung, welche er möglichst an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Eigentümer entwickelt.

Die 11 wichtigsten Fragen zum Thema Keller trockenlegen

  1. Wie gelangt Feuchtigkeit in den Keller? Welche Ursachen gibt es?
    Zum Verständnis des Phänomens muss man wissen, dass das Erdreich immer feucht ist. Mauerwerk / Steine, nehmen diese Feuchtigkeit, sofern sie nicht (ausreichend) dagegen isoliert wurden (z.B. Bitumendickschicht), auf.
    Dort wo die Feuchtigkeit verdunsten kann, also auf, bzw. in der Oberfläche der Innenseite der Kellerwände, bleiben dann sog. Schadsalze (im Volksmund “Salpeter” genannt) zurück. Diese Salze zerstören bei ihrem Kristallisationsprozess (Salzkristallwachstum) die Poren der Mauerwerksoberfläche, also der ersten Zentimeter des Mauerwerks, i.d.R. ist dies zunächst der Verputz.
    Schäden, die entstehen sind dann Verfärbungen, meist weiße Salzausblühungen, sandende Fugen oder Oberflächen, Blasenbildung in Anstrichen, abplatzende Farbe, abplatzender Putz, etc.

    Im Grunde gibt es fünf Ursachen für Kellerfeuchtigkeit.
    • Kapillar aufsteigende Bodenfeuchte aus dem Fundament ins Mauerwerk. In diesem Falle ist die sog. Horizontalsperre, die horizontale Feuchtigkeitssperre fehlerhaft, defekt oder (bei älterem Baujahr) nicht vorhanden. Meist sind Kelleraußenwände dabei feuchter als die auch betroffenen Zwischenwände.
    • Kapillar seitlich in die Kelleraußenwände eindringende Bodenfeuchte. Diese tritt oft zusammen mit der aufsteigenden Bodenfeuchte auf. Sind die Zwischenwände im Keller nicht feucht, so handelt es sich wahrscheinlich allein um die seitlich eindringende Feuchtigkeit. Eine Messung kann dies besser klären, als eine optische Vermutung. Häufig ist besonders der Bereich in dem die Hausanschlüsse liegen betroffen, denn Rohre, Kabel etc. rundherum gewissenhaft gegen eindringende Feuchtigkeit abzudichten wurde oft vernachlässigt.
    • Druckwasser z.B. als aufstauendes Sickerwasser. Meistens tritt dies durch eine defekte Hohlkehle (Übergang zwischen Bodenplatte und Kelleraußenwand) in den Keller ein. Auch ein massives Haus ist in Bewegung. Zwischen Bodenplatte und Kellerwand entsteht dann hier und da ein Riss in der alten Abdichtung, welche mit besonderer Sorgfalt außen als flexible Hohlkehle ausgeführt sein sollte. In diese Risse kann dann aufstauendes Sickerwasser, z.B. bei Starkregen, eintreten. Häufig findet man in diesen Fällen Wasser nicht nur in den Außenwänden, sondern weiter im Kellerinneren, auch unter dem Estrich. Das ist dann nicht mehr feucht, sondern nass. Die Hohlkehle muss erneuert werden. Es gibt bereits auch gute Mittel und Methoden, das von innen zu tun. Spezielle Harze und flexible Dichtschlämme in Kombination sind eine gute Lösung, doch muss die Horizontalsperre funktionstüchtig sein, bzw. wie oben erwähnt, erneuert werden, damit das Wasser nicht wiederum kapillar in die Höhe steigt. Interessant ist die Lösung von innen für durch Garagen oder anderen Gebäuden oder Betonterrassen überbaute Kellerwände.
    • Rohrbruch in der Fußbodenheizung, Abwasser, Frischwasser, defekte Pumpensumpfpumpe. Hierbei werden die Wände plötzlich sehr nass. Oft ist es auch örtlich recht eng begrenzt. Dennoch kann es bei einem schwimmenden Estrich (Dämmung unter dem Fußboden) zu einer Verbreitung des Wassers im ganzen Keller und zu starker Schimmelbildung kommen. Man muss erst diese Punkte alle ausschließen können, um zur Diagnose einer defekten Hohlkehle zu schließen.
      Anders ist es im Falle eines undichten Regenfallrohres, was meistens im Anschlussknick im Erdreich passiert. Ist ein Regenfallrohr außen im Erdreich undicht, so tritt bei Regen vermehrt Wasser ans Haus. Das nennt man auch zeitweilig aufstauendes Sickerwasser (eine nur zeitweise auftretende Form des Druckwassers). Für dieses Druckwasser sind die älteren Abdichtungsmaßnahmen (Bitumenanstriche) nicht ausgelegt und lassen das Wasser dann zur Wand in den Keller durch. Auch wenn man nun das Regenfallrohr abdichtet, ist die Wand nun undicht und es kann weiterhin die normale Erdfeuchte kapillar ins Mauerwerk eindringen.
    • Kondensationsfeuchte, tritt besonders im Sommer auf und führt zu Schimmel und muffigem Geruch. Der Keller ist i.d.R. der kühlste Bereich im Haus. Dringt nun wärmere Luft auch mit normaler Luftfeuchtigkeit in die Keller ein, so kühlt diese dort ab. Die relative Luftfeuchtigkeit, welche Hygrometer (Luftfeuchtemessgeräte) anzeigen, ist Temperaturabhängig, d.h. warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und halten, als kühlere Luft. Kühlt Luft nun ab, so kann es an besonders kühlen Außenwänden oder Fußböden zur Kondensation der überschüssigen Luftfeuchtigkeit führen - so wie beim Duschen die Spiegel und Scheiben beschlagen. Dieses Kondensat bildet im Keller oft die Grundlage für muffigen Geruch und Schimmelbildung.
  2. Welche Methoden zur Trockenlegung feuchter Keller kommen aktuell zum Einsatz? Was unterscheidet eine Horizontal- von einer Vertikalabdichtung?
    Ich beziehe mich hier auf die kapillar eindringende Bodenfeuchte. Gegen aufsteigende Bodenfeuchte wird die Horizontalsperre erneuert. Verfahren dazu wären z.B.
    • Das Injektionsverfahren (zur Zeit am meisten eingesetzt), bei dem knapp über dem Boden in die Wände Bohrungen im Abstand von ca. 15 cm gemacht werden, in die ein in die Poren des Gesteins eindringendes Abdichtungsmittel eingebracht wird. Es gibt einige Unterschiede zwischen den Injektionsmitteln und deren Verarbeitung und Wirkung.
    • Das Mauersägeverfahren. Die Mauer wird horizontal durchsägt, dann wird ein Blech oder Kunststoff eingeschoben und vermörtelt. Manchmal werden solche Platten sogar in eine Mauerfuge eingeschlagen. Dies ist sehr aufwendig, sehr solide, aber etwas heikel für die Statik des Hauses während der Verarbeitung, deshalb nicht überall durchführbar.
    • Elektrische Verfahren nutzen den Effekt, dass Wasser elektrisch leitfähig ist und sich somit wegen seiner Fließeigenschaften zum Minuspol einer elektrischen Spannung bewegt. Es werden also Elektroden (elektrische Pole) in den Keller eingebaut und unter Spannung gehalten. Das Wasser soll damit unten gehalten werden und nicht weiter aufsteigen.
    • Elektromagnetische Verfahren arbeiten ähnlich wie ein schnurloses Telefon, lediglich mit einer elektromagnetischen Welle. Die Erfahrungen mit solchen Verfahren sind sehr unterschiedlich.
    Diese Verfahren helfen jedoch alle nicht gegen die seitlich eindringende Bodenfeuchte. Am solidesten wirkt dagegen das Freigraben der Kelleraußenwand inkl. neuer Isolierung gegen Feuchtigkeit. - Im Baufachhandel wird man bezüglich geeigneter Produkte entsprechend beraten, wählen sollte man möglichst eine Klassifizierung besser als nötig. Also bei normal feuchtem Boden würde ich zu einer Abdichtung gegen zeitweilig auftretendes Druckwasser / aufstauendes Sickerwasser raten (siehe auch Keller abdichten & Drainage verlegen).

    Ist eine Kellerwand z.B. durch eine Garage überbaut und soll dennoch gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit geschützt werden? Es gibt nur wenige Fachfirmen, welche diese Feuchtigkeit mittels Injektionsverfahren angehen - es ist machbar, meines Erachtens in der Praxis jedoch nicht 100%ig dicht. Zusammen mit einer durchdachten Putzsanierung von innen darf man aber durchaus ein haltbares, dauerhaftes Ergebnis erwarten. Auch die sog. Schleierinjektion, bei der die Wand von innen bis nach außen durchbohrt wird und dann durch diese Bohrungen nach außen ein Abdichtungsmittel auf die Außenwand, also zwischen Erdreich und Wand gepresst wird, wird nur äußerst selten eingesetzt, denn das Ergebnis ist nicht so recht hervorsehbar. Vielleicht ist das der Grund, warum renommierte Trockenleger dazu übergegangen sind, lediglich mittels eines mehrschichtigen Spezialputzaufbaus von innen abzudichten, das Mauerwerk jedoch durchfeuchtet zu belassen.

  3. Wie finde ich das passende Verfahren zur Kellersanierung? Welches Verfahren ist grundsätzlich empfehlenswert? Von welchen Verfahren ist eher abzuraten?
    Es kommt also sehr auf die vorgefundene Problematik und auch auf die (gewünschte) Nutzung der Räume an, mit welchem Verfahren und Aufwand man sanieren sollte. Eine feuchte Wand bricht nicht so schnell zusammen, doch auf Dauer nimmt der Schaden zu. Nur eine Putzsanierung mittels Sperr-/und Sanierputz oder Feuchtespezialputz durchzuführen, ist für einen bewohnten Keller, der mehr als nur ein Lager sein soll dann wahrscheinlich doch zu wenig. Mit elektrischen und elektromagnetischen Verfahren zur Behebung der aufsteigenden Feuchtigkeit habe ich bisher nicht sonderlich gute Ergebnisse feststellen können. Mein Rat: Finger weg, auch wenn man es sich leicht machen will. Da eine Kellersanierung sehr Arbeits- und Kostenaufwendig ist, sollte sie genau durchdacht und mit Fachleuten besprochen sein.

  4. Die Arbeiten selbst ausführen – geht das?
    Ob man auch selbst an die Sanierung rangehen kann, hängt sicher mit dem eigenen handwerklichen Geschick, aber auch mit der gewählten Sanierungsart zusammen. Defekten Putz abschlagen kostet eher Kraft und Geschick, als fachmännisches Knowhow. Freigraben mit einem Bagger, den man sich leihen kann - traut man sich das zu? Hat man die Zeit dazu? Eine Flächeninjektion / Vertikalinjektion für einen Wohnkeller selbst zu machen halte ich für Ungeübte für zu gewagt. Vielleicht kann man Eigenleistung mit der gewählten Sanierungsfirma absprechen.

  5. Welche Materialien und Werkzeuge sind für die Kellersanierung notwendig?
    Traut man sich zu, teilweise Eigenleistung zu erbringen oder gar die gesamte Trockenlegung in Eigenregie durchzuführen, so sollten Sie bezüglich. der Materialien und Werkzeuge den Baufachhandel Ihres Vertrauens zu Rate ziehen. Auch die Hersteller von Abdichtungsmaterialien bieten gute Informationen wie Verarbeitungshinweise, Anwendungsbereiche, technische Merkblätter etc., welche gut studiert sein sollten.
    Welche Bitumendickschicht ist für meine Zwecke geeignet? Wie muss der Untergrund vorbehandelt werden? Welche Gitter/Gewebe sollte ich einarbeiten? Wie sollten Durchdringungen, wie Gasanschluss oder Strom genau eingebunden werden? Welcher Putz/-Aufbau ist zu wählen?
    Alles keine Fragen, die ich in einem Artikel online beantworten kann, da es sehr auf den Fall und die Wünsche ankommt. Also, neben handwerklichem Geschick ist sicher auch das technische Verständnis gefragt. Sie merken, ich bin eher vorsichtig, was das Sanieren in Eigenregie angeht.

  6. Was kostet es, den Keller von einem Fachmann trockenlegen zu lassen?
    Die Kosten sind ein großes Thema beim Kellersanieren, denn für das Freigraben und Isolieren allein muss man schon etwa 1000,- € pro laufendem Meter Mauerwerk rechnen. Das sind bei einem 8 x 8 Häuschen schon mal schnell 32000,- €. Für eine Horizontalsperre je nach Mauerwerksdicke ist mit 180 € bis 280 € zu rechnen. Dazu muss man in der Regel auch mit einer Putzsanierung rechnen. Sicher packt man da gerne mal mit an, um Geld zu sparen. Auch geschickte Verhandlung und ein durchdachtes Vorgehen können beim Sparen helfen. So könnte man durchaus eine Tiefbaufirma oder Gartenbaufirma mit dem Freilegen des Kellers beauftragen und eine Fachfirma für Gebäudetrockenlegung mit der Isolierung - oder eben dann das eigene handwerkliche Geschick an richtiger Stelle einsetzen.

  7. Wie lange dauert die Sanierung jeweils von innen und außen?
    Wie schnell es von außen geht, ist vom Wetter und dem Ausmaß und auch von der Auftragslage abhängig. Von innen gilt gleiches, bis auf das Wetter. Eine Injektion zur Horizontalsperre kann schnell verbaut sein, doch das drum herum, Kellerwände freiräumen, beschädigten Putz abschlagen, neu Verputzen und Streichen, da kann man von einer bis zu drei Wochen rechnen. Viele Produkte benötigen eine Trocknungszeit, bevor man darauf weiterarbeiten kann. Noch besser ist es, wenn man nach erfolgter Trockenlegungsmaßnahme, mit der Putzsanierung von innen ein paar Monate warten kann, denn so kann der alte, bereits beschädigte und mit Salzen belastete Putz in der Trocknungsphase der Wand noch mehr dieser Salze aufnehmen, so dass man diese dann beim Abschlagen des Putzes direkt mit entfernt.

  8. Wie schnell trocknet eine Mauer aus? (Ab wieviel Prozent Feuchte gilt eine Mauer als trocken?)
    Bis eine Mauer im Kern wieder trocken ist, kann das schon Monate, ja sogar auch ein paar Jahre dauern. “Trocken” bedeutet, dass in der gesamten Mauer die sog. Ausgleichsfeuchte erreicht wurde. Diese ist abhängig von Material, Porenanteil/-volumen und dem Versalzungsgrad. Doch keine Sorge, in der Praxis wird diese Ausgleichsfeuchte äußerst selten betrachtet oder gemessen. Dies wäre auch nur mittels Bohrprobenentnahme möglich - und schließlich will man eine frisch verputzte/sanierte Wand nicht gleich wieder durchlöchern. Dennoch wäre es für eine korrekte Überwachung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahmen überlegenswert. Ein Sanierputz oder Sperrputz nimmt selbst keine Feuchtigkeit auf und bildet somit für die zerstörungsfreien Messverfahren eine unüberwindbare Hürde zum Mauerwerk. Was hinter solch einem Putz passiert, ob Austrocknung oder weitere Durchfeuchtung, erfährt man leider erst nach vielen Jahren, denn erst dann zeigen sich im neuen Putz evtl. Schäden. Fachfirmen zur Mauertrockenlegung bieten deshalb langfristige Garantien zur verbauten Trockenlegung an, damit ist man dann auf der sicheren Seite, ohne kostenintensive Nachmessungen und neuen Löchern in der Wand.
    Bei einer Wand, dessen Putz nicht saniert wurde oder die nicht verputzt ist, ist der Erfolg oft recht schnell bemerkbar, denn die Verdunstung wird nach ca. drei Monaten deutlich geringer. Auch zerstörungsfreie Messungen können den Erfolg so belegen. Geht es jedoch um die zügige Herstellung der Bewohnbarkeit der Räume, lässt sich diese mit entsprechend gut ausgewählter Putzsanierung (Sanierputz oder Feuchtespezialputz) bereits nach wenigen Wochen bewerkstelligen.

  9. Wo kann ich mich beraten lassen?
    Sachverständige sollten eine Hilfe sein, neben der Diagnose raten diese oft jedoch lediglich zu den Standardsanierungen, die wenig an den Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer orientiert sind. Im Baufachhandel wird man bezüglich der Produkte sicher gut beraten, doch kann ein Baustoffhändler keine Diagnose, also Ursachenanalyse stellen. So kann der Baustoffhändler erst richtig für Sie tätig werden, wenn Sie genau wissen, was los ist.

  10. Gibt es eine Förderung für die Kellersanierung bei nassen Wänden?
    Solch eine Förderung für Trockenlegung des Kellers allein ist mir nicht bekannt. Die meisten Fördergelder werden für energetische Sanierungen bereitgestellt. Im Rahmen des Freigrabens der Außenwände ist es oft sogar sinnvoll, auch eine Wärmedämmung des Kellers vorzunehmen. Unter bestimmten Bedingungen im Rahmen einer energetischen Sanierung des Gebäudes könnte sogar ein Teil des Erdaushubs förderungsfähig sein. Es lohnt sich dies zu klären, wenn Sie mehr als nur einen trockenen Keller haben wollen, sondern diesen zu energetisch modernen Wohnraum umgestalten wollen. Es handelt sich meines Wissens um das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren.

  11. Was gilt es nach der Sanierung von innen zu beachten? (Thema Lüften und Heizen)
    Wurden die notwendigen Feuchtigkeitssperren erstellt, beginnt bereits die Trocknungsphase. Man kann diese durch richtiges Lüften und Heizen unterstützen. Falsch wäre es z.B. im Sommer ständig zu lüften, denn der Keller ist kühl, die Außenluft warm und recht feucht - so lüftet man sich noch mehr Feuchtigkeit in den Keller. Ein Hygrometer, welches die Kellerluftfeuchtigkeit anzeigt, kann helfen, die Zusammenhänge zu verstehen und zu realisieren, denn pauschale Aussagen sind schwierig:
    Wurde frisch verputzt? Dann darf der Putz nicht zu schnell abbinden / trocknen. Die Hinweise des Putzherstellers sind zu beachten.
    Ist Winter und handelt es sich um einen Lagerkeller, so kann man viel lüften, denn die Außenluft ist recht trocken und kann im Keller - besonders wenn man dann ein wenig heizt - Feuchtigkeit aufnehmen und abführen.
    Handelt es sich um eine Souterrainwohnung, die schnell wieder bewohnt werden soll, so könnte man nach Abbinden des Putzes auch über den Einsatz von Bautrocknern nachdenken, vielleicht ist aber auch eine automatische luftfeuchte-gesteuerte Belüftung mit Wärmetauscher sinnvoll, denn gerade Souterrainwohnräume haben im Sommer immer mehr Probleme mit Schimmelbildung, auch ohne dass Bodenfeuchte eindringt. So eine automatisierte Belüftung arbeitet viel korrekter und effektiver, als man es selbst kann.

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