PU Schaum
PU Schaum, auch als Bauschaum bekannt, ist ein vielseitig einsetzbarer Montagekleber und Dämmstoff. Er wird vor allem im Bau- und Handwerksbereich verwendet. Durch seine stark expandierende Eigenschaft eignet er sich ideal zum Ausschäumen, Abdichten und Fixieren von Fugen, Hohlräumen und Anschlussstellen. Typische Einsatzbereiche sind Fenster- und Türmontagen, Durchdringungen im Mauerwerk sowie das Abdichten von Bauteilfugen. PU Schaum haftet auf vielen gängigen Baustoffen wie Beton, Mauerwerk, Holz oder Metall. Er haftet jedoch nicht auf geölten Flächen oder Silikonflächen. Nach dem Aushärten sorgt er für eine stabile, formfeste Verbindung.
Neben der einfachen Verarbeitung überzeugt PU Schaum durch gute Isolierung und schalldämmende Eigenschaften. Er wird sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt und ist in unterschiedlichen Varianten erhältlich, etwa als Montageschaum, Brunnenschaum oder Pistolenschaum. Je nach Produkt unterscheiden sich Ausdehnungsverhalten, Druckfestigkeit und Anwendungszweck. Es gibt auch schwarzen, grauen oder extra harten PU Schaum. Neben dem optischen Aspekt bieten diese auch spezielle Eigenschaften wie Licht- und Witterungsbeständigkeit. Für eine dauerhaft zuverlässige Funktion ist es wichtig, den passenden PU-Schaum zu wählen. Dieser sollte dem jeweiligen Einsatzbereich wie beispielsweise der Dichtung von Hohlräumen, der Elektroinstallation und der Fenstermontage entsprechen. Außerdem müssen die Angaben des Herstellers z.B. Würth, Soudal oder Pattex, zur Verarbeitung genau beachtet werden.
Ausgehärteter PU Schaum lässt sich nur mechanisch entfernen, zum Beispiel mit einem Cuttermesser, Spachtel oder Schaber. Chemische PU Schaum-Entferner wirken in der Regel nur bei frischem Material. Nach einer gewissen Trockenzeit kann der PU Schaum nicht mehr mit einem Reiniger entfernt werden.
PU-Schaum sollte umweltfreundlich entsorgt werden. Vollständig entleerte und drucklose PU-Schaum-Dosen gelten als Verpackung und können über entsprechende Recyclingsysteme abgegeben werden. Dosen mit Restinhalt oder unter Druck müssen als Sonderabfall entsorgt werden. Ausgehärtete PU-Schaumreste dürfen in kleinen Mengen über den Restmüll entsorgt werden, sofern keine regionalen Vorgaben entgegenstehen.
PU Schaum ist nicht UV beständig. Nach dem Aushärten ist er zwar wasserabweisend aber nicht dauerhaft wasserdicht. Bei ständiger Sonneneinstrahlung und Wasserbelastung wird er spröde und verliert an Festigkeit. Deshalb sollte er im Außenbereich immer geschützt oder überdeckt werden.
Ein K1-Schaum benötigt Feuchtigkeit zum Aushärten, wohingegen ein Zweikomponenten Schaum (2K) mittels einer chemischen Reaktion härtet. Durch die chemische Reaktion beim Aushärten kann die PU Schaum Dose heiß werden. Der
Spreizdruckfreier PU Schaum ist ein spezieller Montageschaum, der beim Aushärten nicht oder nur minimal expandiert. So können Beschädigungen an Türzargen oder Fensterrahmen vermieden werden. Dies macht ihn ideal für den druckempfindlichen Innenausbau.
Vorteile
Frischer PU Schaum kann giftige und potenziell krebserregende Stoffe enthalten und bei Hautkontakt oder Inhalation die Gesundheit beeinträchtigen. Direkter Kontakt kann zu Hautreizungen oder Wunden führen, weshalb beim Verarbeiten Schutzkleidung und Handschuhe empfohlen werden. Kleine Hautverletzungen durch PU Schaum lassen sich mit geeigneter Wundauflage und gegebenenfalls einfachen Hausmitteln behandeln. Nach vollständigem Aushärten gilt PU Schaum als unbedenklich.
Redaktioneller Hinweis: Trotz größter Sorgfalt bei der Recherche und Erstellung unserer Inhalte bitten wir Sie, stets die Gegebenheiten vor Ort sowie die Hersteller-Hinweise am jeweiligen Produkt zu beachten. Wir bemühen uns, alle Informationen korrekt, vollständig und aktuell zu halten, können jedoch keine Garantie dafür übernehmen.