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Fenster und Schallschutz

Welche Schallschutzklassen gibt es für Fenster?

Schallschutzfenster sind eine effektive Maßnahme zum Schutz vor Straßenverkehrs- und Fluglärm. Während gewöhnliche Fenster nur bis 25 dB isolieren, beträgt das Schalldämmmaß bei Schallschutzfenstern bei über 50 dB. Die Schallschutzklasse der Fenster nach VDI-Richtlinie 2719 gibt Auskunft darüber, wie gut der Lärm von außen abgehalten wird. Insgesamt gibt es sechs Schallschutzklassen.

Inhaltsverzeichnis

Schallschutzklassen Fenster nach VDI-Richtlinie 2719

Der Verein Deutscher Ingenieure stellt in seiner VDI-Richtlinie 2719 sechs Schallschutzklassen (SK) für Fenster auf. Die jeweiligen Schalldämmwerte beziehen sich dabei auf die gesamte Fenstereinheit, also Glas und Rahmen einschließlich Mauerwerksanschluss. Es gilt: Je höher die Schallschutzklasse, desto besser ist der Schallschutz des eingebauten Fensters.

SK Schalldämmmaß
RW in dB
Straßenart Abstand zur Straße in m Anzahl Kfz pro Stunde Fensterarten
1 25 - 29 Wohnstraße > 35 10 - 50
  • Einfachfenster
  • Einfachfenster mit Isolierverglasung
2 30 - 34 Wohnstraße 26 - 35 10 - 50
  • Einfachfenster mit Isolierverglasung
  • Einfachfenster mit Einfachverglasung
3 35 - 39 Wohnstraße 26 - 35 50 - 200
  • Einfachfenster mit Isolierverglasung
  • Verbundfenster
4 40 - 44 Hauptstraße 100 - 300 1.000 - 3.000 Verbundfenster
5 45 - 49 Hauptstraße 36 -1.000 1.000 - 3.000
  • Verbundfenster
  • Kastenfenster
6 > 50 Schnellstraße < 100 3.000 - 5.000 Kastenfenster

HINWEIS: Die Schalldämmung ist ein „Gemeinschaftsprojekt“ von Rahmen und Verglasung der Fenster. Scheiben, Flügel, Blendrahmen sowie die Dichtung zum Mauerwerk müssen perfekt aufeinander abgestimmt und lückenlos sein. Nur, wenn die Fenster richtig eingebaut sind, können sie für Ruhe im Zuhause sorgen.

Welche Schallschutzklasse ist für ein Fenster erforderlich?

schallschutzfenster

Bevor Sie ein Fenster kaufen, sollten Sie den Schallpegel mit entsprechenden Lärmmessgeräten am offenen Fenster messen. Am besten nimmt man die Messung zu einer Tageszeit vor, an welcher die Geräusche am stärksten sind, beispielsweise zur Berufsverkehrszeit. Denken Sie daran, dass Sie die Messung an jedem einzelnen Fenster vornehmen, da der Lärm je nach Fensterrichtung unterschiedlich stark ist. Mithilfe der obigen Tabelle und den nachfolgenden Richtwerten der jeweiligen Räume lässt sich schnell herausfinden, welche Schallschutzklasse erforderlich ist.

  • Schlafzimmer: maximal 25 dB
  • Wohnzimmer: maximal 35 dB
  • Arbeitszimmer: 35 bis 50 dB

Messen Sie z. B. an Ihrem Schlafzimmerfenster bis zu 25 dB, reicht Ihnen ein normales Fenster mit der Schallschutzklasse 1. Wohnen Sie an einer stark befahrenen Hauptstraße mit Dezibel-Werten von 45, sollten Sie über Verbundfenster bzw. Kastenfenster in der Klasse 4 nachdenken.

TIPP:Mit einem Rollladen lässt sich der Schallschutz der Fenster nochmal verbessern.