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Wartung einer Regenwasseranlage

Wie reinigt man eine Zisterne?

Eine Zisternenreinigung fällt alle 5 bis 10 Jahre an. Das Reinigen erfolgt in mehreren Schritten und sollte immer zu zweit verrichtet werden: erstens Regenwassertank entleeren, zweitens Zisterne entschlammen und drittens Erdtank von innen säubern.

Inhaltsverzeichnis Zisterne reinigen

Als allgemein anerkannte Regel der Technik für Planung, Bau, Betrieb und Wartung einer Regenwassernutzungsanlage gilt DIN 1989-1. Laut dieser Regelung sollte eine Zisterne frühestens nach 10 Jahren geleert und gereinigt werden.

Eine häufigere Reinigung ist nicht notwendig, da die Regenwasseranlage einen mehrstufigen Reinigungsprozess gewährleistet:

  1. Die erste Reinigung des Regenwassers erfolgt über entsprechende Filtersysteme (Feinfilter bei Hauswassernutzung, Filterkorb bei reiner Gartenbewässerung). Bei Maschenweiten der Filtergewebe von 0,5 bis 1,0 mm ist es kein Wunder, dass im Speicher nicht mehr als etwa 10 mm Feinschlick pro Jahr eingetragen wird.
  2. Trotzdem können feine Staubartikel den Filter passieren und setzen sich am Boden des Regenwassertanks ab. Ein beruhigter Zulauf sorgt dafür, dass die feinen Schmutzpartikel am Boden nicht aufgewirbelt werden und das Zisternenwasser klar bleibt.
  3. Leichte Feinstoffe wie Blütenpollen sind leichter als Wasser und schwimmen auf der Wasseroberfläche. Durch einen Überlaufsiphon wird diese Schicht beim Überlaufen des Tanks entfernt (Skimmer-Effekt). Daher ist ein regelmäßiges Überlaufen des Tanks wichtig.
  4. Bei der Hauswassernutzung ist eine schwimmende Entnahme unabdingbar. Das bedeutet, dass das gesammelte Regenwasser im oberen Bereich des Tanks (10 bis 15 cm unter der Wasseroberfläche) entnommen wird, da das Wasser dort am meisten von Schmutzpartikeln befreit ist.

Eine Reinigung mit kürzeren Intervallen könnte außerdem die Wasserqualität vermindern bzw. ihre Selbstreinigungskraft beeinträchtigen. Diese Selbstreinigungskraft bildet sich durch die Aktivität der verschiedenen Mikroorganismen, Kleinsttiere und Pilze, die in jeder Zisterne als harmlose Normalflora und -fauna zu finden sind und dafür sorgen, dass Krankheitserreger keine Chance haben, zu überleben.

Schritt für Schritt Anleitung

  • Werkzeug-Liste:
  • 1 x Eimer
  • 1 Paar Gummistiefel
  • 1 x Hochdruckreiniger
  • 1 x Schaufel
  • 1 x Schmutzwasserpumpe
  • 1 x Seil
  • 1 x Taschenlampe

Schritt 1: Zisterne entleeren

  • Über tankinterne Tauchpumpe oder hausinterne Saugpumpe das Wasser bis zu einer Höhe von circa 30 cm abpumpen.
  • Restliches sedimenthaltiges Wasser über spezielle Schmutzwasserpumpe entleeren.
  • Zisterne mindestens eine Stunde auslüften.

Schritt 2: Zisterne entschlammen

  • Abstieg per Seil oder Klettergeschirr in den Regenwassertank, um ihn von innen zu reinigen.
  • Schlamm über Schaufel und Eimer an Oberfläche befördern.

PRAXISTIPP: Der abgeschöpfte Schlamm bzw. die Sedimentschicht lässt sich gut als Dünger für den Garten verwenden. Alternativ kann er als Biomüll entsorgt werden.

Schritt 3: Zisterne reinigen

  • Wände und Boden der Zisterne mit Hochdruckreiniger säubern.
  • Zuläufe durchspülen.
  • Das bei der Reinigung entstehende Schmutzwasser abpumpen.

PRAXISTIPP: Vor dem Öffnen des Regenspeichers und beim Absteigen in den Tank sollte immer eine zweite Person zur Sicherheit vor Ort sein. Zum einen können Gärgase aus dem Regenwassertank entweichen. Zum anderen ist eventuell nicht genug Sauerstoff im Tank vorhanden, sodass beim Reinigen von innen eine Bewusstlosigkeit droht.

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