Hanfdämmung
Bestseller in Hanfdämmung
Hanfdämmung wird aus pflanzlichen Fasern hergestellt und je nach Produkt als Platten oder Rollenware für die Wärmedämmung eingesetzt. Typische Einsatzbereiche liegen innen in leichten Trennwänden, im Dach zwischen Sparren und, mit passendem Systemaufbau, auch in vorgehängten oder hinterlüfteten Bereichen der Fassade. Zu den wichtigen Eigenschaften zählen eine gute Anpassungsfähigkeit, Diffusionsoffenheit und ein solider sommerlicher Hitzeschutz. Je nach Aufbau kann Hanfdämmung damit eine interessante Lösung für Sanierung und Neubau sein.
Bei der Auswahl zählen unter anderem die Dicke, etwa 100mm, der gewünschte U-Wert sowie die Frage, ob im Bauteil eine Dampfbremse oder eine Dampfsperre vorgesehen ist. Im geneigten Dach gehört außerdem eine abgestimmte Unterspannbahn zum Feuchteschutz, damit die Dämmebene dauerhaft trocken bleibt. Hanfdämmung lässt sich in der Regel gut schneiden und sauber zwischen Holzbauteile klemmen, sollte aber immer nach Angaben vom Hersteller eingebaut werden. Für Sonderfälle wie eine Sauna, für Anschlüsse an unterschiedliche Bekleidungen und für eine mögliche Förderung ist deshalb immer der komplette Aufbau zu prüfen.
In der praktischen Erfahrung wird Hanfdämmung häufig gewählt, wenn neben der Wärmedämmung auch Verarbeitungskomfort und ein nachwachsender Rohstoff wichtig sind.
Vorteile:
Nachteile:
Grundsätzlich ist Hanfdämmung nicht automatisch ein Nistmaterial für Mäuse, aber wie andere weiche Dämmstoffe kann sie bei offenen Hohlräumen oder mangelhaften Anschlüssen von Tieren beeinträchtigt werden. Entscheidend ist ein fachgerecht geschlossener Aufbau ohne Zugänge an Traufen, Durchdringungen oder Fassadenanschlüssen. Hersteller setzen je nach Produkt Zusätze ein, die den Dämmstoff widerstandsfähiger machen können. Bei Feuchteschäden steigt außerdem das Risiko für Schimmel, weshalb Ausführung und Feuchteschutz in der Praxis besonders wichtig sind.
Hanfdämmung ist ein organischer Dämmstoff und damit grundsätzlich brennbar. Für den Brandschutz werden viele Produkte mit Zusätzen ausgerüstet und je nach Aufbau in bestimmte Euroklassen oder Baustoffklassen eingeordnet. Entscheidend ist trotzdem immer der komplette Bauteil mit Bekleidung, Luftdichtheit und Anschlüssen, nicht nur die Dämmung allein. Gerade bei Dach oder Fassade sollten deshalb immer Produktdatenblatt, Prüfzeugnis und Verarbeitungsvorgaben geprüft werden.
Redaktioneller Hinweis: Trotz größter Sorgfalt bei der Recherche und Erstellung unserer Inhalte bitten wir Sie, stets die Gegebenheiten vor Ort sowie die Hersteller-Hinweise am jeweiligen Produkt zu beachten. Wir bemühen uns, alle Informationen korrekt, vollständig und aktuell zu halten, können jedoch keine Garantie dafür übernehmen.