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Holzarten im Außenbereich

Welches Holz für Terrasse und Sichtschutz?

Bei der Gartengestaltung mit Holz fragen sich viele: Was ist das beste Holz für Terrassendielen? Welches Holz sollte man für einen Sichtschutzzaun verwenden? Ein Vergleich der Holzarten gibt Aufklärung.

Inhaltsverzeichnis Holz für Terrasse und Sichtschutz

Holz im Außenbereich – wichtige Eigenschaften

Holz ist ein „lebender Baustoff“ und unterscheidet sich in vielen Punkten von „toten Baustoffen“ wie Beton. So kann das Holz auch nach dem Fällen des Baumes arbeiten und sich schlimmstenfalls verziehen. Außerdem nimmt Holz Wasser aus der Luft auf und gibt sie wieder ab (hygroskopische Eigenschaft). Weiterhin finden Schädlinge häufig in den Hölzern ein neues Zuhause. Besonders bei einer Holzfeuchte von über 20 Prozent fühlen sich die holzzerstörenden Organismen richtig wohl.

Bei manchen Hölzern sind Verfärbungen, Verformungen und Gefahr durch Splitter nicht ausgeschlossen. Fälschlicherweise werden solche Veränderungen oft für einen Materialfehler gehalten. Dabei ist es einfach auf die Material-Eigenschaften von Holz zurückzuführen.

Gutes Terrassenholz bzw. Holz für den Sichtschutz sollte über folgende Merkmale verfügen:

  • Hohe Dauerhaftigkeit: Unter der Dauerhaftigkeit versteht man die Widerstandsfähigkeit des Holzes gegenüber holzzerstörenden Organismen. Sie ist in der Norm DIN EN 350-2 festgehalten. Die Dauerhaftigkeitsklassen reichen von 1 bis 5 (siehe Tabelle).
  • Geringe Holzfeuchte: Das Holz sollte sehr langsam und schonend getrocknet werden, damit es eine Holzfeuchte von höchstens 15 Prozent vorweist.
  • Hoher Eigenfettanteil: Das Fett sorgt dafür, dass das Holz weniger spröde wird und weniger Splitter entstehen können.
  • Hohe Formstabilität: Hochwertige Terrassendielen und Sichtschutzzäune aus formstabilen Holzarten zeigen einen geringes Quell- und Schwundverhalten auf.
  • Geringe chemische Behandlung: Ökologische Imprägnierungen und Holzschutz-Mittel sind sowohl umweltfreundlich als auch gesundheitsfreundlich.

Dauerhaftigkeitsklasse – die Einteilung

Klasse Beschreibung Lebenserwartung
1 sehr dauerhaft > 25 Jahre
2 gut dauerhaft 15 - 25 Jahre
3 dauerhaft 10 - 15 Jahre
4 wenig dauerhaft 5 - 10 Jahre
5 nicht dauerhaft < 5 Jahre

Gebrauchsbedingungen nach DIN 68800

Je nach Einbausituation sind Holzbauteile einer entsprechenden Gebrauchsklasse (GK) zugeordnet. Die Zuordnung ist neben den allgemeinen lokalen Gegebenheiten (hohe Umgebungsfeuchte usw.) auch von der Holzfeuchte im Gebrauchszustand abhängig.

Gebrauchsklasse Gefährdung Holzfeuchte/Klima Beispiel
0 Keine trocken Parkett im Wohnraum
1 Insekten trocken Sparren in offenen unbeheizten Dächern
2 Insekten und Pilze gelegentlich feucht Überdachte Außenbauteile
3.1 Auswaschung, Insekten und Pilze gelegentlich feucht Sichtschutz, Terrassendielen
3.2 Auswaschung, Insekten und Pilze häufig feucht Terrassendielen
4 Modefäule, Insekten und Pilze vorwiegend feucht Palisaden (Süßwasserkontakt)
5 Meeresschädlinge ständig feucht Kaianlage (Meerwasserkontakt)

TerrassenholzTerrassenholz
Eine Holzterrasse und deren Unterkonstruktion müssen gegen Feuchtigkeit beständig sein. Nach einem Regenschauer fließt das Wasser sowohl auf dem Terrassenbelag als auch darunter ab. Daher ist die Holz Terrassendiele oft in Berührung mit Nässe. Bei einer Holzterrasse ist es außerdem sehr wichtig, dass diese nicht splittert. Anderenfalls kann man die Holzdielen schlecht barfuß betreten und sich gegebenenfalls sogar verletzen. Unter der Unterkonstruktion der Terrassenbeläge tummeln sich zudem gerne viele Tiere, welche sich bei mangelndem Holzschutz einnisten.

Holz für SichtschutzHolz für Sichtschutz
Sichtschutzzäune aus Holz müssen ebenfalls gegen Regenwasser und Schädlinge gewappnet sein. Besonders dann, wenn der Sichtschutz direkt im Garten seinen Platz findet, kann er schnell zur Geburtsstätte von Käfern und Co. werden. Auf dem Balkon ist er einer geringeren Gefahr ausgesetzt. Ein Sichtschutzzaun aus Holz sollte zwar splitterfrei sein, allerdings wird das bei den Terrassendielen noch viel mehr gefordert. Sichtschutzelemente sind vollkommen blickdicht, außer es handelt sich um ein Rankgitter.

Speziell verarbeitete Hölzer

  • Massivholz: Massive Vollholzdielen bzw. Sichtschutzzäune aus Massivholz sind Naturprodukte mit natürlichen Eigenschaften und einer großen Vielfalt an Wuchsmerkmalen. Um das Holz wasser- und schmutzabweisender werden zu lassen, kann man sie mit einem speziellen Holzöl behandeln.
  • Kesseldruckimprägnierte Nadelhölzer: Nadelhölzer lassen sich mit einer fachgerechten Kesseldruckimprägnierung in ihrer Langlebigkeit deutlich verbessern. Dabei werden zum Beispiel solche Hölzer aus Kiefer, Fichte oder Douglasie mit speziellen Salzen behandelt, die unter hohem Druck in den Splintanteil des Materials gepresst werden. Auf diese Weise verbindet sich das Salz dauerhaft mit den Holzfasern. Das Ergebnis: Eine ökologische Imprägnierung.
  • WPC (Wood-Polymer-Composites): Bei WPC handelt es sich um Polymer gebundene Faser-Verbundwerkstoffe. Genau genommen bestehen die WPC-Verbundwerkstoffe zu circa 70 Prozent aus Holzfasern und zu circa 30 Prozent aus Kunststoff. WPC-Dielen sind dank ihres künstlichen Anteils schädlingsresistent, pflegeleicht und splitterfrei. Allerdings sehen sie nicht ganz so natürlich aus wie das naturgewachsenes Material.
  • Thermoholz, TMT (Thermally Modified Timber): Thermisch modifizierte Hölzer werden durch hohe Temperaturen (bis zu 230 Grad Celsius) und Wasserdampf in ihrem Aufbau verändert. Die Thermohölzer sind sehr langlebig und weisen ein stark reduziertes Quell- und Schwindverhalten vor – und das ohne chemische Zusätze. Außerdem erhält es nach der Hitzebehandlung eine dunklere Farbe. Thermohölzer sollten nicht in direktem Erdkontakt oder in länger anhaltenden Staunässebereichen eingesetzt werden, da dadurch die Gefahr durch einen Pilzbefall steigt.

Welche Holzsorten eignen sich für Terrassendielen und Sichtschutzzäune?


Holzarten Dauerhaftigkeit
nach DIN EN 350-2
Merkmale
Bambus 1 Sehr hohe Härte, sehr formstabil, schnell nachwachsender Rohstoff, hohe Farbstabilität, wetterfest, langlebig, kein Aufquellen
Bangkirai 2 Widerstandfähig, hell- bis mittelbrauner Farbton, welcher mit der Zeit eine silbrig-graue Patina entwickelt, lange nutzbar (bis zu 30 Jahre)
Cumaru 1 Witterungsbeständig, warmer brauner Farbton, hohe Beständigkeit (über 25 Jahre), sehr hart, geringes Quell- und Schwundverhalten, durch glatte Verarbeitung glänzende Oberfläche
Douglasie 1 - 3 Sehr ansprechende Optik (rot-braune Färbung), hohe Festigkeit, schädlingsresistent, dunkelt nach, hoher Harzgehalt
Garapa 1 - 2 Widerstandfähig, goldbraune bis mandelbraune Schattierung, neigt kaum zum Splittern und Ausreißen, schimmel- und pilzresistent, auch für Poolumrandungen geeignet (nimmt von Natur aus wenig Wasser auf)
Ipe 1 Lebendiges Aussehen (auffällige Maserung), hohe Lebensdauer, Lebenserwartung von circa 30 - 50 Jahren, sehr hohe Dichte, auch für Schwimmbad-Umrandungen geeignet, sehr formstabil
Kiefer (Imprägniert) 1 - 3 Hohe Festigkeit, geringe Neigung zum Verzug und Reißen, lange Nutzungsdauer
Kiefer (Thermoholz/Thermokiefer) 1 - 2 Hohe Formstabilität, kein Ausharzen möglich, ökologisch produziert, hygienisch, lange Nutzungsdauer, ohne chemische Zusätze
Massaranduba 1 - 3 Sehr schwer und hart, hohe Festigkeit und Stabilität, dunkelrote Farbe, welche im Laufe der Bewitterung in einen rötlich-dunkelbraunen Farbton übergeht, astarm, hohe Holzdichte, regelmäßige Terrassenpflege
Sibirische Lärche 3 Hohe Dichte und Härte, geringes Quell- und Schwindverhalten, witterungsbeständig, hoher Harzgehalt, warmer rötlicher Farbton
WPC 1 Rutschfest, schädlingsresistent, pflegeleicht, kein Vergrauen, hohe Lebensdauer, heizt sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf, teurer als Echtholz

Holzschutz im Garten

Sonne, Regen, Wind: Die Witterung macht dem Holz im Garten zu schaffen. Deshalb sollten Gartenbesitzer ihre Holzzäune und Terrassendielen gut pflegen. Es gibt laut bauen.de vier Holzschutz-Möglichkeiten: Farbe, Lack, Lasur und Öl. Soll das Holz seine natürliche Farbe behalten, eignen sich pigmentfreie Lasur oder Öl sehr gut als Holzschutz. Lack, Farbe und Pigment-Lasur sind ideal, wenn man das Holz ohnehin farblich anpassen möchte.

Fazit: Es kommt auf die gewünschte Optik, den Einsatzort, die Bereitschaft zur Holzpflege usw. an, welche Holzart als beste für den Terrassenbelag oder für die Sichtschutzzäune bzw. Holzzäune empfunden wird. Am meisten jedoch werden die Hölzer Douglasie, Lärchenholz, WPC, Bangkirai und kesseldruckimprägnierte Nadelhölzer verwendet. Am besten sollte bei der Terrassenplanung immer ein Fachberater hinzugezogen werden.

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