PU Kleber ist ein Polyurethan-basierter Reaktionsklebstoff, der durch eine chemische Reaktion mit Feuchtigkeit aushärtet. Er bildet nach dem Aushärten eine sehr feste und widerstandsfähige Klebeverbindung. Je nach Variante kann PU-Kleber unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und beispielsweise wasserdicht, wasserfest, elastisch, flexibel oder benzinfest sein. PU Kleber gibt es flüssig oder zähflüssig. Die Viskosität bestimmt, wie gut er in Materialien eindringt oder auf vertikalen Flächen haftet. Zudem sind je nach Produkt auch unterschiedliche Farben wie braun, schwarz oder transparent erhältlich.
Sie können ein- oder mehrkomponentig sein. 1-Komponenten (1K) PU Kleber härtet durch Feuchtigkeit aus der Luft aus. Sie sind einfach in der Anwendung und gut für Allround-Montagen geeignet. 2-Komponenten (2K) PU Kleber bestehen aus Harz und Härter, die vor der Anwendung gemischt werden. Sie bieten höhere Endfestigkeit und sind ideal für stark belastete Verklebungen.
Ein weiterer Vorteil von PU Klebern ist ihre sehr gute Haftung auch auf schwierigen Untergründen. Typische Einsatzgebiete sind das Verkleben von Holz, Metall, Kunststoff, Stein oder Beton. Dies umfasst beispielsweise den Fenster- und Türenbau, den Treppenbau oder Montagearbeiten. Auch als Klebstoff für Dämmung z. B. für Styropor, ist PU Kleber geeignet. Er kann auch als Dichtmasse und Dichtstoff zum Verschließen von Spalten, Rissen und Fugen dienen.
PU Klebeschaum sind oft in Kartuschen erhältlich, die sich leicht mit Silikonpistolen verarbeiten lassen. Ideal für präzises Auftragen auf Fugen oder kleine Flächen. Bekannte Hersteller von PU Klebern sind unter anderem Soudal, Würth, Bauder, Pattex, Fermacell und Sika. Sie bieten jeweils Produkte für unterschiedliche Anwendungen, Materialien und Anforderungen an.
Ja, spezielle PU-Klebeschaumprodukte eignen sich zum Verkleben von Dämmplatten und bieten eine schnelle, stabile Alternative zu herkömmlichen Klebemörteln.
Die Aushärtezeit hängt vom Produkt, der Schichtdicke, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. In der Regel ist PU Kleber nach einigen Stunden handfest, die vollständige Endfestigkeit wird meist nach 24 Stunden erreicht.
Viele PU Kleber reagieren während der Verarbeitung mit Luftfeuchtigkeit und schäumen dabei leicht auf. Daher wird PU Kleber umgangssprachlich oft auch als PU Klebeschaum bezeichnet. Dieses Aufschäumen hilft, kleine Hohlräume auszufüllen, kann aber auch dazu führen, dass überschüssiger Kleber austritt. Daher ist eine sparsame Dosierung wichtig.
Ausgehärteter PU Kleber lässt sich nicht chemisch lösen. Er kann nur noch mechanisch entfernt werden, zum Beispiel durch Abschaben, Schleifen oder vorsichtiges Schneiden. Frischer Kleber sollte sofort entfernt werden, bevor er aushärtet. Aus Kleidung lassen sich PU-Kleberreste im ausgehärteten Zustand in der Regel nur schlecht entfernen.
Auch auf der Haut gilt: Frischer PU Kleber kann mit Seife, warmem Wasser und einem Tuch entfernt werden. Ist der Kleber bereits ausgehärtet, hilft meist nur noch vorsichtiges Abrubbeln. Alternativ kann man abwarten, bis sich die Kleberreste mit der natürlichen Hauterneuerung lösen. Lösungsmittel sollten auf der Haut vermieden werden.
Redaktioneller Hinweis: Trotz größter Sorgfalt bei der Recherche und Erstellung unserer Inhalte bitten wir Sie, stets die Gegebenheiten vor Ort sowie die Hersteller-Hinweise am jeweiligen Produkt zu beachten. Wir bemühen uns, alle Informationen korrekt, vollständig und aktuell zu halten, können jedoch keine Garantie dafür übernehmen.